jahnna Hand, Tusche

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Heilung

Die Heilung selbst ist im augenblicklichen Moment nicht erlebbar; sie kann nur im Erinnern erkannt werden.

Früher war da diese Wunde an meinem linken Zeigefinger. Heute ist nichts mehr davon zu sehen oder zu empfinden. Früher bin ich zusammengezuckt, wenn ich Feuer gerochen habe. Heute kann ich es gut riechen und bin gerne am offenen Lagerfeuer. Früher war ich oftmals in Gedanken versunken, die um innere Themen kreisten. Heute bin ich zumeist wach und präsent, mein Denken ist häufig still oder zeigt mir aktuelle Wege und Lösungen.

Wenn ein Kind mit einem Splitter im Finger zur Mutter kommt, hat sie im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Sie salbt etwas über die Wunde, gibt ihm Süßes und sagt: «Es wird schon wieder.» Oder sie nimmt eine spitze Nadel, entfernt achtsam den Splitter und streicht Salbe auf die Wunde. Die erste Mutter übergeht ist Erstverschlechterung, bei der zweiten heilt die Wunde schnell.

Wer in seinem Haus mit vielen Zimmern eines seit Jahrzehnten nicht betreten hat und es erstmals öffnet, steht vor einem Anblick und Erleben, das oft nicht leicht zu ertragen ist: All die alten Dinge, Erinnerungen sowie die Spinnweben der Zeit. Erst einmal betrifft den Menschen der Krach und Dreck der Renovierung, bis auch dieses Zimmer zu einem lichten Teil des inneren Hauses wird.

Heilung geschieht, wer will es bezweifeln?

Im natürlichen Verlauf scheint sie zwei Phasen zu haben:

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Stufen der Heilung: Altes im Innern, geöffnetes Altes, geheilt

Dieses ist ein Konzept, eine Sicht des Denkens. Manche Sicht ist jedoch hilfreich für den Umgang mit sich selbst. Prüfe es achtsam!

(Altes im Innern) Etwas Altes, Unerlöstes, Unvergebenes ist in mir. Ich weiß nichts davon, ich denke nicht daran, ich spüre nichts davon. Immer wieder jedoch zieht mich meine Aufmerksamkeit aus dem Hier und Jetzt heraus. Mein Leben ist nicht leicht, nicht unbeschwert. Vieles will einfach nicht so gelingen, wie ich es mir wünsche.

(geöffnetes Altes) Etwas geschieht. Ein Mensch «drückt mir meine Knöpfe». Ein Freund spricht etwas direkt und unmittelbar aus, das mich in Emotionen stürzt. Doch ich atme weiter, gehe damit, spreche weiter mit ihm oder ihr, bin achtsam mit dem, was in mir geschieht, sorge in dieser Zeit gut für mich, denn ich spüre, dass sich etwas Altes in mir löst.

(geheilt) Die Sonne scheint wieder in mir! Ich atme auf. Mein Leben fühlt sich wie neu an. Ich kann es noch kaum glauben… Wach und umsichtig bemerke ich, dass alte Gefühle und Gewohnheiten nicht mehr da sind. Danke! Mein Leben scheint nun mehr in meinen Händen zu liegen. Einiges gestalte ich um. Vieles wird schöner. Meine Mitmenschen bemerken es: «Du strahlst ja so!»

Heilung geschieht wirklich. Sie ist an uns selbst und bei Mitmenschen erkennbar. Wer vollbringt sie?

Vergebung und Heilung sind heilige Taten. Wer will jemals behaupten, geheilt zu haben? Es ist immer das Leben, das heilt. Kraft des Willens ist sie nicht zu vollbringen.

Sie kann auf tausend Arten und Weisen geschehen. Möglicherweise gehört das innere Päckchen, das du über Jahrzehnte getragen hast, gar nicht zu dir! Eines Tages erkennst du es, sprichst mit der Seele des Besitzers und dieser nimmt es wieder an sich. So geht es leicht und liebevoll. Heilung kann immer als Gnade auch ohne Erstverschlechterung geschehen. Dem Glücklichen geschieht sie, ohne es zu bemerken. Erst später bemerkt er oder sie, dass etwas Altes nicht mehr da ist…

Eine wesentliche Voraussetzung für den Vorgang des Heilens ist innerer Halt. Wer diesen in den Zeiten der Erstverschlechterung nicht besitzt, braucht Menschen an der Seite, die wahrhaft Halt geben. Je tiefer das Ungesehene, desto höher sind die Emotionen, wenn es jemand berührt oder ausspricht. Wer aufkommendes Alte nicht erträgt, läuft Gefahr, sich erneut etwas anzutun, in dem verzweifelten Versuch, Gefühltes und Gedachtes wegmachen zu wollen.

Ein wesentliches eigenes Zutun für die Heilung ist vertrauensvolles Geschehenlassen.

PS: Wahre Freunde sprechen achtsam das aus, was man selbst nicht hören möchte und bringen damit Altes zu Tage. Ein Mitmensch, der nur tut, was man braucht und möchte, ist ein Diener, aber kein Freund.

PS 2: Die reine Seele ist mächtig und kann Heilung in jedem Moment und in jeder Zeit bewirken. Ihr scheint manche Erfahrung im Irdischen jedoch wichtig zu sein.

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veröffentlicht am 30.8.2016, letzte Änderung am 27.9.2016 um 16:00 Uhr

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